PROJECT 365
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Monats-Rückblick

April 2026

Erstellt am 1. Mai 2026

Highlights & Meilensteine

April 2026 — das ist der Monat, in dem dieses Projekt seinen Anfang genommen hat. Am 20. April habe ich mit "Tag eins, Pflaster klebt" den ersten Eintrag geschrieben, und irgendwie passt dieser Titel gut als Zusammenfassung für das Gefühl des ganzen Monats: angeheftet an etwas Neues, ein bisschen unbequem, aber entschlossen.

Der grösste Meilenstein des Aprils ist für mich glasklar: Ich habe aufgehört zu rauchen. Nicht irgendwie, nicht halb — sondern vollständig. Angefangen mit Nikotinpflaster am ersten Tag, dann am 24. April der Schritt in den ersten Tag ohne jeglichen Nikotinersatz. Kopfschmerzen, Gereiztheit, der Körper im Widerstand — und trotzdem durchgehalten. Seit dem 24. April bin ich rauchfrei, ohne Hilfsmittel. Das war die härteste Hürde der ersten Woche, und ich bin darüber gesprungen.

Dazu habe ich in diesen elf Apriltagen 254 Seiten gelesen und ein Buch abgeschlossen — "Wander wissen kompakt" von Christian Hlade. Mit "Die Fettverlust Fibel" habe ich bereits das nächste aufgeschlagen. Der Kopf ist also auch in Bewegung.

Die drei Säulen

Bewegung — 91 % gute Tage
Das hat mich selbst überrascht. In 10 von 11 erfassten Tagen war die Bewegung in Ordnung — also entweder 10'000+ Schritte, ein Training, oder beides. Der einzige Ausreisser war der 26. April, mein bewusster Regenerationssonntag — und selbst da bin ich spazieren gegangen. Mit einem Tagesdurchschnitt von 11'646 Schritten habe ich die 10'000er-Marke im Schnitt klar überschritten. Bewegung ist offensichtlich die Säule, die mir am leichtesten fällt. Oder vielleicht die, auf die ich mich am stärksten stütze, wenn der Rest gerade wackelt.

Ernährung — 73 % gute Tage
Hier ist noch Luft nach oben, und ich weiss genau, wo das Problem liegt. Der Abend. Der Heimweg. Der Autopilot. Ich habe das selbst so benannt: "Die Gewohnheit sitzt tiefer als gedacht." Besonders die letzten drei Tage des Monats waren bei der Ernährung schwach — jeweils nur eine gesunde Mahlzeit. Gleichzeitig habe ich am 30. April bereits angefangen, das als IT-Problem zu denken: strukturieren, planen, lösen. Vier Tage Kantine, Frühstück als feste Routine — das klingt nach mir. Und es klingt nach einem Plan, der tragen kann.

Was mich beim Thema Ernährung zusätzlich beschäftigt: Der durchschnittliche Cola-Zero-Konsum von 1'320 ml pro Tag ist viel. Ich mache mir da keine grossen Vorwürfe — aber ich sehe es. Und ich sehe auch, dass an 8 von 14 Tagen Süssigkeiten dabei waren. Das hängt vermutlich direkt mit dem Rauchstopp zusammen. Der Heisshunger ist ein alter Trick des Körpers, und ich lerne gerade noch, ihm nicht automatisch nachzugeben.

Rauchstopp — 100 % ohne Zigarette
Kein einziger Tag mit Rauchen. Nicht einer. Ich schreibe das nochmal hin, weil ich möchte, dass es sinkt: 100 %. Die ersten Tage mit Pflaster, dann der harte Schnitt am 24. April. Der zweite Tag ohne Nikotinersatz war leichter als der erste — und jeder weitere Tag fühlt sich etwas gefestigter an. Ich bin noch nicht weit weg vom letzten Zug an einer Zigarette, aber ich bewege mich in die richtige Richtung. Das hier ist der Meilenstein des Monats.

Metriken im Überblick

  • Gewicht: 97,6 kg (Monatsdurchschnitt)
  • Körperfett: 33,9 %
  • Schritte: Ø 11'646 pro Tag
  • Wasser: Ø 1'835 ml pro Tag
  • Cola Zero: Ø 1'320 ml pro Tag
  • Süssigkeiten: 8 von 14 Tagen — 6 Tage clean
  • Seiten gelesen: 254
  • Bücher abgeschlossen: "Wander wissen kompakt" von Christian Hlade
  • Aktuell in Arbeit: "Die Fettverlust Fibel" von Sjard Roscher (30 Seiten)

Persönliche Reflexion & Ausblick

Elf Tage. Das ist kein vollständiger Monat, und trotzdem fühlt sich dieser April wie ein richtiger Start an — nicht wie ein Probelauf. Ich habe nicht gewartet, bis der perfekte Zeitpunkt kommt. Ich habe einfach angefangen. Mit Pflaster auf der Haut und einem leeren Notizbuch.

Was mich am meisten beschäftigt, wenn ich ehrlich bin: die Konditionierung. Nicht die Zigaretten selbst — die habe ich hinter mir gelassen. Sondern all die kleinen Autopiloten, die daran hängen. Der Griff nach Fettigem auf dem Heimweg. Der Heisshunger am Abend. Die Süssigkeiten als Ersatz. Ich habe das im April gespürt und benannt — das ist mehr, als ich von mir erwartet hätte.

Ungeduld ist ein alter Begleiter, das weiss ich. Und trotzdem: Ich bin froh, dass ich sie spüre. Sie bedeutet, dass mir etwas wichtig ist. Ich muss nur aufpassen, dass sie mich nicht dazu bringt, Abkürzungen zu suchen oder mich nach zehn Tagen schon mit Ergebnissen zu messen, für die ich Monate brauche.

Für den Mai nehme ich drei Dinge mit: die Ernährung besser strukturieren — Kantine, Frühstück, Plan. Den Wasserkonsum erhöhen und den Cola-Zero-Konsum bewusst beobachten. Und den Rauchstopp feiern, ohne ihn als selbstverständlich zu nehmen. Er ist es nicht. Noch nicht.

Das Pflaster klebt nicht mehr. Aber ich bin immer noch dabei.